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Eigenbau LED Deckenleuchten

Auch unser (hoffentlich) letztes „Indoor“ Projekt darf auf unserem Bautagebuch natürlich nicht fehlen. Wir haben eine LED-Deckenleuchte für die Küche gebaut, womit nun eine schöne Ausleuchtung der Arbeitsflächen möglich ist. Geplanter Zeitaufwand dafür war ein Wochenende, letztendlich geworden sind es zwei…

Schon während der Elektroplanung haben wir uns Gedanken über die Beleuchtung der Küchenzeile gemacht. Anfangs wollten wir Downlights in der Decke integrieren lassen, aber der relativ hohe Preis und die Tatsache, dass wir die genauen Positionen noch nicht wussten, haben uns erst mal davor abgeschreckt. Daher haben wir uns nur eine schaltbare Steckdose vorbereiten lassen, um so später noch ein passendes Beleuchtungssystem anbringen zu können.

Wir hatten überlegt, entweder ein Seilsystem oder eine Art abgehängte Decke mit Downlights zu montieren. Nach langen hin und her, haben wir uns für die Deckenleuchte entschieden.

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Vorbereitungen

Dazu haben wir erst mal alles genau ausgemessen und einen groben Plan erstellt. Dann musste das entsprechende Material besorgt werden:

  • ca. 9 Meter Vierkanthölzer ~ 20 €
  • 4 x 2,00 auf 0,6 Meter Gipskartonplatten ~ 20 €
  • Lüftungsrohr, ca 20 cm ~ 10 €
  • ca. 8 Meter Eckleisten~ 10 €
  • Down-Light Komplettset ~ 30 €
  • 5 x LED, 5W ~ ca. 50 €
  • 1 Rolle Vliestapete ~ 15 €
  • Uni Flott ~ 10 €
  • Schrauben, Bohrer, Farbe, Schmirgelpapier, Abdeckfolie  ~ 25 €

Insgesamt haben wir für die Leiste mit fünf LED‘ s ca. 190 € ausgegeben. Wenn man bedenkt, dass ein einzelnes, in der Betondecke integriertes, Downlight bei 150 € netto lag, haben wir uns so doch einiges gespart.

Umsetzung der LED-Deckenleuchte

Zunächst haben wir die Unterkonstruktion mit den Vierkanthölzern gebaut und an die Decke angebracht. Mit dem richtigen Bohrer und Schrauben ging das eigentlich recht einfach. Das hintere Kantholz musste etwas ausgeschnitten werden, damit der Lüftungsauslass der Küche verlängert werden konnte.

Anschließend haben wir die Gipskartonplatten auf die richtigen Größen zugeschnitten und mit einem speziellen Fräsbohrer die Löcher für die LED-Leuchten ausgeschnitten. Danach haben wir die Stromkabel für die Downlights an den Platten montiert. Hier mussten wir einige Kabel etwas verlängern, was aber kein Problem war. Nun wurden die Platten mit einfachen Holzschrauben an die Unterkonstruktion montiert. Schließlich wurden die Eckleisten vorne und hinten an dem Kasten angebracht, damit saubere Abschlüsse enstehen.

Jetzt kam der etwas unangenehmere Teil: Alle Löcher und Kanten mussten mit Uni Flott möglichst sauber verspachtelt werden. Gar nicht so einfach, wenn man das noch nie gemacht hat und wenn man die ganze Zeit über Kopf arbeiten muss. Nach der Trockenzeit musste alles möglichst glatt geschmirgelt werden, was – sehr zur Freude der „Hausherrin“ –richtig fies staubt.

Eigentlich könnte man nun den Kasten weiß streichen und wären dann fertig. Aber da einige Stellen nicht so hundertprozentig glatt geworden sind und wir weiteren Dreck durch erneutes Spachteln und Schmirgeln vermeiden wollten, haben wir uns dazu entschlossen, den Kasten mit einer strukturlosen Vliestapete zu tapezieren.

Nach einigen abenteuerlichen Kletteraktionen war die Tapete letztendlich oben und musste nur noch weiß gestrichen werden.

Jetzt haben wir endlich richtig tolles Licht auf unseren Arbeitsflächen und auch optisch gefällt uns die Deckenleiste sehr gut.

Hier noch mal alle Bilder in der Galerie:

Der Lüftungsauslass wurde entsprechend verlängert.

Umstellung auf LED Leuchten im Haus

Im Rahmen dessen haben wir auch fast alle Glühbirnen und Halogenscheinwerfer gegen LED-Lampen ausgetauscht. Auch wenn der Anschaffungspreis relativ hoch ist, lohnt es sich auf lange Sicht. Zum einen verbrauchen die LED Leuchten weniger Strom und zum anderen enthalten sie auch kein giftiges Quecksilber und müssen nicht, wie die Energiesparlampen, auf dem Sondermüll entsorgt werden.

Es gibt auch dimmbare LED-Leuchten, somit sind den Einsatzzwecken keine Grenzen mehr gesetzt. Wir haben uns dazu auch gleich einen passenden Dimmer für die Wohnzimmer-Leuchte bestellt.

Mittlerweile sind auch alle offenen Punkte von unserer Mangelliste von KMH und deren Partnern abgearbeitet worden. Auch das Problem mit dem Traufbrett und der Lüftungsanlage ist erledigt und endlich ist das Gerüst weg! Dazu folgt noch ein ausführlicher Bericht…

 

 

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6 Gedanken zu „Eigenbau LED Deckenleuchten

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