Der Termin mit unserem Energieberater fand schon vor dem Abschluss des Hausvertrages statt. Für uns hat sich der Termin gelohnt, da wir einige neue Erkenntnisse gewonnen haben, über die wir hier berichten möchten.

Die wichtigste Erkenntnis war, dass es in unserem Fall gar nicht so sehr auf die Art der primären Energiequelle ankommt, sondern viel mehr auf den Luftaustausch in unserem Haus. Unser KfW 70 Haus wird so dicht und gut gedämmt sein, dass durch händisches Lüften der Luftaustausch nicht ausreichend gewährleistet ist. Somit besteht die Gefahr, dass sich Schimmel bildet. Es muss also eine Lüftungsanlage verbaut werden.

Die Anlage kostet im Schnitt zwischen 8.000 und 12.000 € und reißt somit ein großes Loch in die Baukasse. Da wir uns dies nicht zusätzlich leisten möchten, müssen wir an anderen Stellen sparen.

Hierzu hat uns der Energieberater empfohlen, keinen Kamin zu verbauen. Ein herkömmlicher Kamin oder Kachelofen sollte in einem energieeffizienten Haus sowieso nicht verbaut werden. Denn es muss zumindest eine extra Luftzufuhr für den Kamin gegeben sein, damit der Sauerstoff dem Raum nicht entzogen wird. (Raumluftunabhängig) Zudem muss der Kamin sehr dicht sein, damit keine giftigen Gase in die Wohnräume austreten können. Ein weiteres Argument gegen einen Kamin ist, dass dieser einen Wohnraum sehr schnell überhitzen würde und die Energie nicht auf das Haus umgelegt werden kann.

Es gibt heute Kaminsystem, die speziell auf so ein KfW Haus angepasst worden sind. Dabei wird der Kamin in das gesamte Heizungskonzept des Hauses aufgenommen. Z.B. unterstützt der Kamin die normale Heizung und kann so die Energie auf das gesamte Haus übertragen. Leider sind diese Systeme teuer und somit für uns keine Alternative.

Schweren Herzens müssen wir uns also von unserem Kamin im Wohnzimmer verabschieden. Aber wir haben dadurch einen Kostenvorteil und können so in die kontrollierte Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung investieren. Zudem ist ein Kamin eine Gefahrenquelle für kleine Kinder und man muss diesen – zumindest in den ersten Jahren – absichern.

Durch diese Gegebenheit entscheiden wir uns auch für die Luft-Wasser-Wärmepumpe, da für uns der Hauptvorteil nun darin besteht, dass wir keinen Kamin im Haus benötigen und somit weitere Kosten sparen können. (Kamin, Platz für Lagerung Pellets, Investitionskosten Pelletsheizung, etc. )

Daraus ergibt sich wiederum, dass wir im gesamten Haus eine Fußbodenheizung einsetzen werden. Dies lässt sich optimal mit der WP kombinieren und somit ist die Vorlauf Temperatur von 35 Grad, bzw. 60 Grad für Trinkwassererwärmung, ausreichend.

Wir sind gespannt und hoffen, dass unser Energiekonzept aufgehen wird.

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