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Do it yourself: Duschkabine-Einbau leicht gemacht

Es gibt viele gute Gründe für den Kauf einer neuen Dusche: Zum Beispiel der Erstbezug eines Hauses oder nach der Anmietung einer Wohnung, in der der Vormieter nicht gerade pfleglich mit seiner Dusche umgegangen ist. Doch viele scheuen sich davor, den Einbau selbst zu übernehmen – dabei benötigt man häufig überhaupt keine Heimwerker-Vorkenntnisse. Bei den meisten Produkten sind gut verständliche Anleitungen beigelegt. Damit Sie sich schon vor Ihrem Kauf einen ungefähren Plan von der Montage machen können, zeigen wir Ihnen, wie Sie ihre neue Duschkabine in sechs Schritten in ihr Bad einbauen.

Bevor der Einbau losgehen kann, sollten Sie prüfen, ob das benötigte Material und Werkzeug vorhanden ist. Im Normalfall benötigen Sie folgendes:

  • Gelieferte Duschkabine mit Zubehör
  • Falls nicht mitgeliefert: Silikon
  • Klebeband, Gummihandschuhe und Bleistift
  • Hammer, Gummihammer, Schlagklotz
  • Bohrmaschine, Akkuschrauber, Inbusschlüssel
  • Wasserwaage, Meterstab

Duschkabine ist nicht gleich Duschkabine. Lesen Sie sich deswegen unbedingt die beigelegte Bauanleitung durch, damit Sie wissen, ob zusätzliches Material oder Werkzeug benötigt wird. Ist alles vorhanden, kann die Montage beginnen. Beachten Sie auch hier, dass nicht jede Dusche gleich ist. Wir geben lediglich eine Beispielanleitung.

1. Ausmessen und Prüfen der Fliesen

Am besten sollten Sie noch vor dem Kauf die Maße ihres Bads ausmessen, um das passende Modell finden zu können. Eine Duschkabine kann heutzutage zuverlässig online gekauft werden, beispielsweise bei großen Online-Fachhändlern wie Badezimmertotal. Wollen Sie die Duschwanne nicht mit ausbauen, müssen die Kabinenmaße darauf abgestimmt werden. Achten Sie beim Entfernen der alten Duschkabine darauf, dass Sie die Fliesen nicht beschädigen. Zur Überprüfung, ob alle Fliesen intakt sind, klopfen sie ganz leicht mit einem Gummihammer gegen diese. Tauschen Sie im Zweifelsfall beschädigte Fliesen gegen neue aus.

2. Halterungen anbringen

Sind alle Fliesen in Ordnung, können die Wandhalterungen angebracht werden. Hier ist große Sorgfalt gefordert, damit die Türen letztlich dicht schließen. Bringen Sie die Wandhalterungen mithilfe der Wasserwaage in senkrechter Position an. Die Bohrlöcher sind mit einem Bleistift auf den Fliesen vorzuzeichnen. Erkundigen Sie sich über die Größe Ihrer Dübel, damit Sie weder zu kleine noch zu große Löcher bohren. Die Bohrmaschine sollte auf eine geringe Drehzahl eingestellt werden, damit auch hier keine Fliesen beschädigt werden. Jetzt können die Dübel eingesteckt und die Wandhalterungen mit Schrauben befestigt werden. Für die korrekte Anbringung beachten Sie die jeweiligen Anweisungen der Anleitung.

3. Glaswände an den Halterungen befestigen

In den meisten Fällen haben Glasduschkabinen zwischen Tür und Wand zwei fest montierte Seitenteile. Hieran werden die Türscharniere befestigt. Erscheint Ihnen der Untergrund der Wände nicht stabil genug, entscheiden Sie sich für Modelle mit Seitenteilen, bei denen die Scharniere nicht direkt an der Wand befestigt werden. Haben Sie Kunststoffduschwände, benötigen Sie an dieser Stelle Ihren Hammer und Schlagklotz, um die Wand mit dem Rahmen zu verbinden.

4. Überprüfung mit der Wasserwaage

Überprüfen Sie vor dem Einbau der Tür abermals die optimal senkrechte Position der Duschwände, damit die Tür auch wirklich wasserdicht schließt. Falls nötig, müssen Sie die Schrauben nochmals nachjustieren. Auch die feste Verbindung aller Teile sollte erneut geprüft werden, damit ihre Konstruktion am Ende nicht in sich zusammenfällt.

5. Tür einbauen und Funktion prüfen

Die Tür nach Anleitung einbauen. Meist muss sie einfach nur noch in die Scharniere eingehängt werden. Dreh- oder Schiebetüren kann man oft problemlos in den Rahmen einstecken. Schiebetüren empfehlen sich für alle, die wenig Platz in ihrem Bad haben. Nach dem Einbau der Tür sollte sofort geprüft werden, ob alles ohne Reibung und Widerstand schließt und wasserdicht ist.

6. Abdichtung

Um die Wasserdichtigkeit garantieren zu können, sollten Sie zum Schluss die Abschlüsse mit Silikon abdichten. Denn: Auch wenn anfangs kein Wasser durch die Ritzen kommt, wird dies über kurz oder lang sehr wahrscheinlich passieren.


Bildrechte: Flickr Bathroom. Shower. Mosaic tiles. atravellingmom CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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