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Musik und TV-Sound richtig erleben: Darauf muss man achten

Fast jeder deutsche Haushalt besitzt mindestens einen Fernseher. Immer öfter wird dieser als Multimediacenter für Musik und Games benutzt. Ebenso ist das Smartphone immer häufiger die Quelle der Musikwiedergabe. Damit der Ton nicht scheppert, schwimmt oder einfach nach nichts klingt, muss die Ausgabequelle stimmen. Heute hat man eine breite Aufstellung an qualitativen Soundanlagen – vom portablen Mini-Bluetooth-Speaker bis zur aufwendigen 5.1-Multimedia-Anlage. Jede Lautsprecher-Art hat ihre Vor- und Nachteile. Abgesehen von diesen sollten sie in erster Linie zu den eigenen Räumlichkeiten passen. Hierbei spielen Zimmergröße und sich durch die Einrichtung ergebende Akustik eine tragende Rolle.

Raumgröße

Grundsätzlich gilt: Je größer ein Raum (oder Hörbereich) ist, desto höher sollte der Wirkungsgrad der Lautsprecher sein. Nicht immer stimmt der naheliegende Gedanke, dass große Lautsprecher eine höhere Qualität bieten und deshalb auch eher für größere Räume geeignet sind. Entscheidend ist der Wirkungsgrad bzw. die Lautstärke, in Dezibel angegeben. Je weiter die einzelnen Lautsprecher auseinanderstehen, desto länger und darum auch dicker müssen die Verbindungskabel sein. Auch das sollte man beim Kauf der Lautsprecher beachten. Eine qualitative und praktische Alternative zu meterlangen Kabeln und der Verlegung sind Bluetooth-Lautsprecher, wie man sie auch hier von Teufel findet. Hierbei sollte man auf eine hohe Leistungsqualität der Boxen achten. In der Regel erfolgen Bluetooth-Übertragungen mit einer Datenreduktion, die hochwertige Lautsprechergehäuse und Membranen aber kompensieren können.

Hat man sich für die Art der Lautsprecher entscheiden, geht es an die Wahl der Boxen selbst. Für kleine Zimmer benötigt man Lautsprecher, die auch im Nahfeld homogen klingen, denn der Abstand zwischen Hörer und Tonquelle beträgt oft nur ein bis zwei Meter. In großen Räumen, so ab 45 Quadratmeter, sollte man Boxen aufstellen, die einen hohen Schalldruck aufweisen und gut fokussieren können. Wer die Tonspur von Kinofilmen über die Lautsprecher hören will, sollte darauf achten, dass auch der Bassdruck für die Zimmergröße geeignet ist. Vor allem Action-Szenen benötigen einen enorm hohen Schalldruck, um effektvoll rüberzukommen. Wer weniger Wert auf einen guten Filmklang legt, dafür aber umso mehr auf gut wiedergegebene Musik wie beispielswiese Klassik oder Jazz, der benötigt Lautsprecher, die Instrumente möglichst realistisch im Wohnzimmer ertönen lassen. Hersteller unterscheiden deshalb zwischen speziellen Heimkino-Systemen und Hi-Fi-Anlagen zur Musikwiedergabe. Sie geben meistens auch eine Quadratmeterzahl an, für welche die Lautsprecher maximal zur Beschallung geeignet sind. Diese Angabe bezieht sich immer auf den Hörbereich im Raum. Wer in einem Zimmer von 65 Quadratmetern beispielsweise einen Ruhebereich wie eine Leseecke oder einen Esstisch integriert, wo keine Musik oder Filmsounds gebraucht werden, dem reichen Lautsprecher für weniger Quadratmeter vollkommen aus.

Zimmereinrichtung

Für einen optimalen Sound ist neben der Zimmergröße auch die Raumakustik wichtig. Möbel und Materialien haben hierauf einen sehr großen Einfluss. Vor allem bei der Zimmereinrichtung hat man heute unbegrenzte Möglichkeiten und kann neben der geschickten Raumnutzung und gezielten Wohlfühleffekten auch die beste Klangqualität erwirken. Ton-Fachleute unterscheiden zwischen trockenen und halligen Räumlichkeiten. Ist ein Zimmer wenig möbliert und hat viele freie Wände, wird der Klang wenig absorbiert und klingt deshalb hallig und verschwommen. Parkettböden oder Holz- und Glasflächen verlängern ebenfalls die Nachhallzeit. Um dem entgegenzuwirken, benötigt man Lautsprecher, die den Schall bündeln. Alternativ kann man auch absorbierende Flächen schaffen, beispielswiese durch einen Teppich auf dem Fußboden oder große Vorhänge an den Fenstern. Sind allerdings zu viele Stoffflächen im Zimmer, wirkt der Klang dumpf. Wer den optimalen Sound braucht, muss ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen reflektierenden und absorbierenden Flächen schaffen. Auch die Anordnung der Möbel spielt eine Rolle für den Klang. Denn die Aufstellung der Lautsprecher muss an Regale, Sofas oder andere Gegenstände im Raum angepasst werden.

Bildrechte: Flickr IMG_0018-2 Christian Herzog CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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